Die Nutzung des Windes zur Energieerzeugung hat eine lange Geschichte. Ursprünglich diente der Wind lange Zeit zur Fortbewegung - in heutiger Zeit wird aus Wind primär Strom mit Hilfe von Windkraftanlagen erzeugt.

Windenergie wird vom Menschen seit Jahrtausenden genutzt: zur Fortbewegung mit Segelschiffen wie auch zur Verrichtung mechanischer Arbeiten mit Hilfe von Windmühlen. Seit der Entdeckung der Elektrizität wird die Windenergie ebenfalls zur Stromerzeugung genutzt.

 

Dank der Weiterentwicklung der Strömungstechnik wurden die Rotorformen und Aufbauten immer spezialisierter. Heute ist die Windenergienutzung eine fortschrittliche Technologie mit immer höheren, größeren und leistungsfähigeren Windturbinen. Entsprechend wächst die installierte Windleistung weltweit laufend.

 

Das Prinzip der Windenergieproduktion ist denkbar einfach: Der Rotor dreht sich je nach Windaufkommen und treibt dadurch den Generator in der Gondel an. Dieser Generator wandelt die mechanische Drehenergie in Strom um, der durch das Kabel über den Transformator ins Netz eingespeist wird.

 

Auch wenn sich der Rotor nur langsam zu drehen scheint, bewegen sich die Spitzen der Rotorblätter – abhängig vom Rotordurchmesser – mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h. Die Rotoren sind dabei jeweils für bestimmte Windverhältnisse ausgerichtet. So müssen sie bei schwerem Sturm durch die Bremsen gestoppt und aus dem Wind gedreht werden, um Schäden zu verhindern.

Windparks werden zu Land (onshore) sowie auf See (offshore) gebaut. Vorteile von Onshore-Anlagen sind langjährige Erfahrungen mit dem Kraftwerksbetrieb und eine ausgereifte Technologie, standortoptimierte Anlagenkonzepte sowie niedrigere Investitionskosten, was sich positiv auf die Investitionsrisiken auswirkt. Nachteilig sind dagegen die im Vergleich zu Offshore-Anlagen geringeren Erträge und stärkere Schwankungen der Stromerzeugung.

 

Offshore-Anlagen profitieren wie erwähnt von günstigen Windverhältnissen, die deutlich höhere Stromerträge und eine Verstetigung der Stromerzeugung ermöglichen, da die Winde ungehindert die Anlage betreiben können. Dafür sind Bau und Betrieb teurer und risikobehafteter: Die Kosten für Fundamente, Netzanschluss und Wartungsaufwand – ab einem gewissen Wellengang ist der Zugang zur Anlage nicht mehr möglich – sind hoch. Zudem ist die Materialbelastung durch das Seewasser wesentlich höher, was entsprechende Investitionen erforderlich macht.

 

Die Schweiz ist im Vergleich zu Ländern mit windreichen Küstenregionen kein typisches Windland. Geeignete Standorte finden sich im Jura und in den Berggebieten, wo die BKW verschiedene Projekte verfolgt. Aufgrund der günstigeren Windverhältnisse investiert die BKW jedoch primär in den Nachbarländern Deutschland und Italien in die Windtechnologie.