Die Energieproduktion aus Wind- oder Sonnenkraft ist Schwankungen unterworfen, da diese Energiequellen nicht steuerbar sind. Thermische Kraftwerke sind daher unverzichtbar, um auftretende Energielücken zu schliessen.

Wenn der Wind nicht ausreichend weht oder die Sonne nicht scheint, wird entsprechend weniger Strom produziert. Für diese Momente braucht es zusätzliche Energiequellen, die sich flexibel, aber dennoch CO2-arm, einsetzen lassen, um die Versorgungssicherheit jederzeit gewährleisten zu können.

 

Neben Gas- und Dampf-Kraftwerken helfen auch moderne flexibel einsetzbare Steinkohlekraftwerke zeitnah Energielücken zu füllen. Zur Stromerzeugung wird die Kohle im Feuerraum vollständig verbrannt. Durch die dabei erfolgende Umwandlung der in der Kohle chemisch gebundenen Energie in Wärme wird Wasser mit hohem Druck und hoher Temperatur in Dampf umgewandelt. Dieser Dampf treibt die Turbine und den angekoppelten Generator zur Stromerzeugung an. Im Kondensator wird der Dampf abgekühlt und dadurch kondensiert. Das Wasser wird anschliessend im geschlossenen Kreislauf erneut zur Erwärmung und Stromerzeugung eingesetzt.

Die durch die Kohleverbrennung entstandenen Rauchgase werden einer intensiven Reinigung unterzogen, um diese zu entstauben, zu entsticken und zu entschwefeln. Ein Teil der Asche wird als Schlacke aus dem Feuerraum abgezogen und für die Weiterverwendung als Baustoff in einem Silo gesammelt. Auch der in der Rauchgasentschwefelung erzeugte Kraftwerkgips sowie die abgeschiedene Flugasche werden als marktfähige Produkte verkauft. Ziel ist es, die Folgen für die Umwelt möglichst gering zu halten und wertvolle Stoffe einer Wiederverwendung zuzuführen.